Thorsten Peters

aus Soest in NRW

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Interessantes zu Soest


Viele Baustile und bedeutende Epochen haben in Soest ihre Spuren hinterlassen. Einer der wenigen repräsentativen Barockbauten ist das Rathaus ( 1713-1716 ) mit seiner neunbogigen Halle an der Westseite. Über diesen Bogengang befindet der Schutzpatron der Stadt, St. Patroklus. Auf der Rückseite des Barockbaus befindet sich der neuere Teil des Rathauses, der ehemals ein Gymnasium beherbergte. Der gesamte Gebäudekomplex umschließt einen wunderschönen, begrünten Innenhof, in dem Open-Air-Veranstaltungen wie z. B die Kleinkunstreihe " Soester Sommer" in jedem Jahr zahlreiche Besucher anziehen.

Gleich nebenan erhebt sich der mächtige Turm des Patrokli- Münsters ("Turm Westfalens"). Der romanische Bau entstand nach 965 als Stiftskirche. Im Marienchor befindet sich eine besonders schöne Apsismalerei von 1200.

Ein paar Schritte weiter, in der Thomästraße (von hier aus kommen auch diese Seiten ins Internet) , steht die Nikolaikapelle aus dem 12.Jahrhundert, die dem Schutzpatron der Seefahrer und Reisenden gewidmet ist. Im Inneren kann man eine kostbare Altartafel des Meisters Conrad von Soest bewundern.

Direkt neben dem Dom zeigt die Stadt im Wilhelm Morgner Haus Wechselaustellungen und ständige Austellungen des bekannten Soester Expressionisten Wilhem Morgner und beherbergt außerdem den städtischen Kunstbesitz.

Nur die Fußgängerzone trennt St.Patrokli von St.Petri, der „ Alden Kerke ", der ältesten Kirchengründung Westfalens. Der älteste, heute nicht mehr nachzuweisende Gebäudeteil, stammt aus dem 8. Jahrhundert. Im Langhaus zeugt die Kaiserempore ( 1200 ) von bedeutenden Gästen in der Vergangenheit. Der Chor von 1277 ist gotischen Ursprungs, während der Turmhelm typisch barocke Züge trägt.

Durch den Theodor-Heuss-Park gelangt man zum Kunstpavillion, wo wechselnde Ausstellungen, auch aus dem Kunstbesitz der Stadt Soest, gezeigt werden.

Auf der anderen Seite der Grünsandsteinmauer, die den gesamten Park umschließt, befindet sich die Teichsmühle aus dem 13. Jahrhundert. 
Der daneben liegende Große Teich friert im Winter nie zu, da er von unzähligen Quellen gespeist wird. Schräg gegenüber der Teichsmühle, auf der anderen Seite des Teiches, steht die „ Wippe ", ein mittelalterliches Strafinstrument.

Im Norden der Altstadt ragen die Türme von St. Maria zur Wiese ( Wiesenkirche ) in den Himmel. Sie zählt zu den schönsten spätgotischen ( 1313 ) Hallenkirchen in unserem Land. Die Türme wurden allerdings erst 1882 fertiggestellt. Neben bedeutenden Tafelmalereien aus dem 14. und 16. Jahrhundert, fasziniert besonders das „ Westfälische Abendmahl ", ein über dem Nordportal gelegenes Fenster, das von einem unbekannten Künstler um 1500 geschaffen wurde und Jesus beim Abendmahl zeigt. Allerdings befinden sich hier Schinken, Bier und Pumpernickel auf dem Tisch !

Zurück über Wiesenstraße und Hohe Gasse gelangt man zu St. Maria zur Höhe (Hohnekirche). Sie entstand mit ihren prächtigen Decken- und Wandmalereien um 1200 und beherbergt das in Deutschland einzige Scheibenkreuz.

Über die Kleine Osthofe geht es dann weiter Richtung Osthofentor. Dies ist das letzte von ursprünglich zehn Stadttoren in der Stadtumwallung. Der Neubau stammt aus den Jahren 
1523 - 1526. Im Innern befindet sich ein Museum zur Stadtgeschichte mit einer weltweit einmaligen Sammlung von 25.000 mittelalterlichen Armbrustbolzen.

Direkt gegenüber beginnt auch der Stadtwall (1180 ), der mit einer Länge von ehemals 3,8 km und 102 Hektar die Altstadt umschloss. Heute sind noch zwei Drittel des Walls erhalten. Auf dieser Mauer und auch durch die Gräften, vor denen früher der Außenwall verlief, kann man heute wunderschöne Spaziergänge machen.

„ Schiefer Turm " wird die Kirche Alt St. Thomä genannt, der älteste gotische Kirchenbau der Stadt ( um 1200 ). Um die Entstehung des Schiefen Turmes rangt sich so manch wilde Geschichte. Der Turm wurde jedoch absichtlich „ gegen die starken West - Winde " so gebaut und stammt aus dem Jahr 1653.

Nur ein paar Schritte weiter befindet sich die Kirche Neu St. Thomä, eine ehemalige Klosterkirche der Franziskaner (1233 ).

Überquert man nun den Grandweg, so gelangt man über eine kleine Gasse zum Burghofmuseum, einen alten Patrizierhaus (1559 ), das heute Ausstellungsstücke zur Kunst- und Stadtgeschichte zeigt. Dahinter befindet sich das Romanische Haus, eines der ältesten Wohnhäuser zwischen Rhein und Weser aus der Zeit um 1200.

Zwischen Ulricherstraße und Paulistraße liegt die Paulikirche, die in der Mitte des 14. Jahrhunderts in der für Soest typischen Kirchenbauweise entstanden ist und zahlreiche Glasmalereien und Figurenplastiken enthält.

Am Ulricher Tor blickt man auf den Kattenturm ( 1230 ), den letzten erhalten Wehrturm des ehemaligen inneren Stadtwalls.

Einen besonderen, seltenen Baumbestand beherbergt der Bergenthalpark, benannt nach C. W Bergenthal ( 1834-1893 ), einem Pionier der Frühindustrialisierung in Soest.

Neben der Nikolaikapelle ist die Brunsteinkapelle die letzte von ehemals 20 Soester Kapellen. Sie wird im Jahr 1225 erstmals erwähnt.

In gleicher Höhe befindet sich am Stadtwall die Schonekindbastion, eine Befestigungsanlage anstelle eines 1599 geschlossenen Stadttores.

Das Soester Stadtarchiv beherbergt im Haus zum Spiegel das größte mittelalterliche Stadtarchiv Westfalens.

Soest ist eine einzige kulinarische Meile - angefangen bei den historischen Gasthäusern über die vielen urigen Kneipen bis hin zu zahlreichen internationalen Spezialitätenrestaurants. Die hat schließlich Tradition. Im Pilgrim Haus, dem ältesten Gasthof Westfalens, werden schon seit dem Jahr 1304 Gäste bewirtet.
Zwischen Küchen und Kirchen gibt es darüber hinaus noch ausreichend Gelegenheit zum gemütlichen Einkaufsbummel inmitten der historischen Altstadt. Vom Sonderangebot bis hin zum Luxusartikel - in Soest erreichen Sie alles prima zu Fuß. 
Von der großen Parkflächen am Wall sind es nur 5 Minuten ( und immer schöne Spaziergänge ) bis zum Zentrum. Maximal 150m davon entfernt warten insgesamt 3000 Parkplätze auf Besucher.

Rund um Soest gibt es eine Menge Abwechslung.Im Süden, 12 km entfernt, lädt das Naherholungsgebiet rund um den Möhnesee zu Zahlreichen sportlichen Betätigungen ein, insbesondere zu Wandertouren durch den Arnsberger Wald. 3 km östlich von Soest liegt der idyllische Kurort Bad Sassendorf, sogar zu Fuß gut zu erreichen, mit Bewegungszentrum, Kurpark und Gradierwerk. In allen Richtungen erstreckt sich die „Soester Börde ", ideal für Fahrradtouren und mittendrin das Freilichtmuseum Loh - Hof, das einzige im Privatbesitz befindliche Freilichtmuseum mit musealem Restaurationsbetrieb in Westfalen.

Wir liegen mittendrin im Schnittpunkt von drei Bundesstraßen: der B1, B229 und der B475. Von der Bundesautobahn A44 ( Ruhrgebiet - Kassel ) erreicht man die Stadt über die beiden Anschlüsse Soest - Möhnesee - Arnsberg und Soest - Ost. Im 2 Stunden Takt verkehren Interregio- Züge zwischen Aachen und Kassel.Die nächsten Bahnhöfe mit IC - Anschlüssen sind Dortmund, Hamm und Münster. Zu den Regionalflughäfen Münster / Osnabrück und Paderborn / Lippstadt benötigt man nur eine Stunde Fahrzeit. Soest liegt somit nicht nur im Herzen Westfalens, sondern auch an Hauptverkehrswegen zwischen Ost und West.

Für alle, die Soest näher kennenlernen möchten, etwas über die Bedeutung der Stadt zur Zeit der Hanse erfahren, das Schaffen von Künstlern verfolgen und eine der schönsten Städte Deutschlands erleben möchten, bietet das Kultur - und Verkehrsamt Soest Stadtführungen an.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim erkunden unserer Heimatstadt Soest, und vielleicht, wer weiß, begegnen wir uns ja irgendwann einmal in Soest, wenn Sie diese alte und ehrwürdige Stadt besuchen ?